PERLEN – KÖNIGIN DER MEERE

QUALITÄTSKRITERIEN

Perlen sind ganz besondere Kostbarkeiten. Von weißen und goldenen Südsee-Perlen über dunkle Tahiti-Perlen bis hin zu bunten Süßwasserperlen – ob makellosrund oder sinnlich-barock: Die schimmernden Wunder der Natur begeistern in all ihren Erscheinungsformen.

Der Lüster ist der Fachausdruck für den Glanz und Schimmer einer Perle – also die Brillanz ihrer Oberfläche. Er wird durch die Lichtbrechung hervorgerufen. Der Lüster ist umso stärker, je mehr Perlmutt vorhanden ist, lange die Perle in der Auster herangewachsen ist.

Bei der Farbe einer Perle sind der Natur und den persönlichen Vorlieben der Trägerin keine Grenzen gesetzt. Einen Grundsatz kann man hier jedoch beachten: Je weißer eine Perle, desto wertvoller ist sie. aus diesem Grund besonders kostbar.

Da Perlen natürliche, organische Substanzen sind, können kommen. Runde oder fast runde Perlen sind aufgrund ihrer Seltenheit am wertvollsten. Sehr begehrt sind auch die sogenannten Barock-Perlen, die meistens ausgefallene Formen annehmen.

Ein weiteres Qualitätskriterium für die Perle ist ihr Durchmesser. Die Länge der Zuchtund Pflegephase der Austern bestimmt dabei die Dicke der Perlmuttschicht. Allerdings sollte man eine kleine Perle vorziehen.


DIE ARTEN

Akoya-Zuchtperlen sind die Klassiker. Die Hauptzuchtgebiete sind Mittel- und Südjapan sowie die Küsten Chinas. Ihr Farbspektrum reicht von zarten Cremefarben über Weißrozu silbergrauen Tönen.

Südsee-Zuchtperlen sind aufgrund ihrer Größe, ihres begrenzten
Zuchtgebietes und der langen Wachstumszeit die Kostbarsten unter den Zuchtperlen. Das Farbspektrum.

Tahiti-Zuchtperlen sind dunkle Südsee-Zuchtperlen von Perlenfarmen in Französisch- Polynesien und den Cook Islands. Das Hauptmerkmal ist ihr aussergewöhnliches.

Mabe-Zuchtperlen sind halbrund geformte Perlen. Diese Perlenart kommt gelegentlich auch in der Natur vor. Zu den Merkmalen der Mabe-Zuchtperle zählt auch der starke Lüster.

Süßwasser-Zuchtperlen wurden früher fast nur im japanischen Biwa-See bei Kyoto gezüchtet. Heute kommen sie hauptsächlich aus China. Das Farbspektrum aus China reicht von. Keshi-Zuchtperlen entstehen, wenn eine Muschel einen
eingepflanzten Kern wieder abstößt, bevor der Züchtungsprozess beendet ist. Da kein Perlenkern vorhanden ist.